...ganz konkret

z.B. Anders denken

Oft ist es hilfreich, die gleiche Situation aus der Perspektive einer Frau, bzw. eines Mannes anzuschauen oder auch, die AkteurInnen einer Situation in Gedanken ins andere Geschlecht zu verwandeln. Üben Sie das doch einfach mal an der Bushaltestelle oder beim nächsten Familienfest.


Warum das alles – oder – was bringt Genderkompetenz?

Frau-Sein hat viele Facetten – Mann-Sein hat viele Facetten. Wirklich? “Als Mann kannst du dir das doch einfach nicht bieten lassen.” “Frauen ertragen Kindergeschrei definitiv besser.” Solche Aussagen fixieren traditionelle Rollenbilder von Männern und Frauen und schränken damit ihre Möglichkeiten ein.

Das Wissen um mögliche geschlechts- oder eben genderspezifische Dimensionen des alltäglichen Lebens hilft uns, Situationen, Konflikte und Fragestellungen besser zu verstehen. Oft kommen so Widersprüchlichkeiten im Zusammenleben klarer auf den Tisch und es eröffnen sich ungewohnte Lösungen und Chancen. Die Handlungsmöglichkeiten für beide Geschlechter werden weiter. Wir können Frustrationen vermeiden, andere Lösungswege entdecken oder Konflikte entflechten.

praktische Tipps

>>> z.B. Anders denken
>>> z.B. Umkehrfragen stellen
>>> z.B. Sichtbar machen
>>> z.B. Reflektiert handeln

Ein Gewinn auf der ganzen Ebene

Wer gendersensitiv denkt und handelt, hat das Rüstzeug, die Denk- und Handlungsmuster in verschiedensten Bezügen zu reflektieren: in der Politik, im Berufsleben, in der Forschung, im Nord-Süd-Dialog, in der Familie.

  • Wie wirkt sich das, was wir tun, planen und umsetzen auf Frauen und auf Männer aus?
  • Was bringt eine Massnahme, ein Gesetz, eine Budgetkürzung, den Frauen, was den Männern?

Damit hätten wir einen Schritt getan in Richtung Chancengleichheit, Gerechtigkeit, Demokratie oder wie immer wir dieses Ziel bezeichnen wollen.



"Praktische Tipps" als PDF zum Ausdrucken


Quelle: Veronika Merz: Salto, Rolle und Spagat Basiswissen zum geschlechterbewussten Handeln in Alltag, Wissenschaft und Gesellschaft Gender Manual 1, Verlag Pestalozzianum 2001.


           
           
           
           
           
           



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